GARDEN ROUTE - IRGENDWO IM NIRGENDWO - I GOT LOST!

Auf dem Weg von Mossel Bay nach Swellendam zur Kwetu Guest Farm, mit einem kleinen Abstecher nach Still Bay und letztendlich war ich mitten im Nirgendwo... totally lost! Das kommt dabei raus, wenn man nicht den direkten Weg nimmt...

 

Heute Morgen, ging es nach einem gemütlichen Frühstück und den letzten Blicken aufs Meer, weiter nach Swellendam. Ziel - Kwetu Guest Farm, eine kleine Farm mit ein paar Tierchen und Ruhe pur!

 

Es sind ca. 170 km - direkt und so um die 60 mehr, wenn man meine Richtung einschlägt, die allerdings nicht so in der Art geplant war, aber kennst mich ja 😂

 

Gegen 11 machte ich mich langsam auf den Weg, denn es ist ja nicht so weit. Die N2 entlang, nichts los auf der Straße und man konnte mal wieder alles rundherum genießen.

 

Bei der Ausfahrt Still Bay bog ich dann aber mal spontan ab. Dachte, wenn ich schon mal in der Gegend bin, schau ich mir das Örtchen doch mal an, wo meine Vermieter auch ein Häuschen haben, und stehts davon schwärmen, wie schön es dort ist. Zum Durchfahren habe ich allemal Zeit genug.

 

 

Ziemlich verträumt, am Fluss und ein bisschen verschlafen kam es mir vor, aber wirklich schön und auch der Strand, an dem ich ein bisschen die Ruhe genoss, war traumhaft!

 

 

Weiter hätte es nun wieder geheißen, den Weg zurück auf die N2, aber da kannte ich ja schon alles. Dachte, da gibt es doch bestimmt noch einen anderen Weg. Klar gibt es den und ich hab ihn auch gefunden haha nur frage nicht wie! 

 

Ich fuhr also durch Still Bay, bog diesmal aber auf die Brücke ab und fuhr über das hintere Ende raus aus dem Örtchen. Hatte einen Punkt markiert auf dem Navi und dachte, ich such mir nochmal ein schönes Plätzchen am Strand, mit einem kalten Getränk, bevor ich dann wirklich Richtung Farm aufbreche.

 

Daraus wurde dann jedoch erstmal nichts...

 

Ich fuhr ca. 5 km in die gedachte Richtung, bis die Straßen immer und immer schlechter wurden, dachte mir, hier kommst nicht mehr recht viel weiter, bog die nächste Möglichkeit rechts ab und rein meiner Orientierung nach, die ja eigentlich sehr gut ist, müsste ich dann wieder auf die N2 kommen. Nicht gerechnet habe ich mit weiteren 60 km off road, von Straßen fast keine Rede mehr und Schlaglöchern, die mich nur zum Beten brachten, dass mein Bomber (mein kleiner C3) das durchhält, denn wenn mir hier irgendwas passiert, findet mich Tage später noch niemand. Mein Navi hatte mich längst verlassen und Netz hatte ich auch keins mehr, nicht mal noch Musik. Ich war wirklich mitten im Nirgendwo... Weit und breit kein Haus, und wenn dann verfallen, unbewohnt. Tiere wanderten alleine auf der Straße und auch wenn ich immer wieder, vor jedem Hügel hoffte, dass dahinter etwas zu sehen sein wird und die Straßen wieder "normal" werden................ nichts nichts und wieder nichts.

 

 

Wir hatten mittlerweile 36 Grad, gefühlt 50 und die "Straßen" waren so schlecht, dass mir ständig der Schlüssel aus der Zündung fiel, das Auto jedoch lief weiter 🤣

 

Ja, wenn es nicht so traurig gewesen wäre, ich nicht so Angst um mein Auto gehabt hätte und dazu nur noch eine halben Liter Wasser mit dabei, hätte man es echt genießen können. Denn schön war es eigentlich schon hier - und so ruhig! 🤣

 

 

Ich glaube nicht, dass ich in meinem ganzen Leben schon mehr Stoßgebete in den Himmel schoss, wie während dieser Fahrt heute. Ich konnte nicht glauben, dass es hier stundenlang gar nichts gab! Doch dem war so.

 

Du kannst dir auch sicher nicht vorstellen, wie glücklich ich war, als ich nach einer gefühlten Fahrt durch die Hölle, ein Straßenschild sah und vor mir die Straße asphaltiert. Himmel! Raus aus der Hölle!

 

Ich hatte immer noch kein Navi, kein Netz, aber meine Orientierung, die mir sagte, rechts weg und du kommst auf die N2 zurück... das war dann auch so....

 

 

Ich hielt an der ersten Tankstelle - tankte voll, schenkte meinem Bomber eine Autowäsche, hab ihn kurz in der Garage gegenüber durchchecken lassen, und konnte immer noch nicht fassen, dass mich mein Auto da durch gebracht hatte. Danach brauchte dringend ich auch was zu Trinken.... ich war am Verdursten!

 

Ein Stückchen weiter - Heidelberg - da muss man fast halten, oder?

 

Es gab ein mächtiges Durcheinander auf dem Teller, was auch immer es war, es schmeckte und dazu gab es viel, viel kaltes zu trinken!

 

 

Jetzt war alles wieder gut und ich machte mich direkt auf den Weg zur Farm, meiner Unterkunft für die nächsten 2 Tage.

 

Navi war wieder da und so brachte es mich schnurstracks dorthin.

 

Erst mal anmelden... Das Tor öffnet sich und bereits auf dem Weg zum Haus hoch, die ersten Tiere.... Du bist also schon gleich mitten drin im Geschehen! So schön!

 

 

Was es dann die nächsten Tage auf der kleinen Farm zu sehen gibt, zeig ich dir im nächsten Blog. Vorab aber schon mal, es ist anders.... anders schön! 😃

 

 

Eins noch kurz, ich habe später mal den Punkt auf Google Maps gesucht wo ich heute war.............. der ist noch nicht mal benannt - es heißt hier nur Südafrika 🤣🤣

 


 

So, aber nun sag ich bis zum nächsten Mal, auf der Kwetu Guest Farm

 

 

Deine Susie

 

PS: Schön, dass du da bist !


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