Paternoster oder auch klein Santorin an der Westküste Südafrikas ♥

Paternoster, ein kleines, verschlafenes Dörfchen, die Westküste hoch. Aufgrund der weißen Häuschen auch oftmals klein Santorin Südafrikas genannt. 

 

Die Sonne lacht, das Auto ist voll mit Verpflegung für die nächsten Tage, es kann los gehen! Das Ziel ist diesmal Paternoster, ca. 150 km und etwa 2 Stunden von Kapstadt, entfernt. Wird also eine entspannte Fahrt, denn eilig haben wir es heute wieder mal nicht. Checkin in der Unterkunft ist auch wie immer, erst gegen 14 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

Es geht die Route 27 entlang, der ja nachgesagt wird, dass sie an verträumten Fischerdörfern, leckerem Seafood und Natur pur entlang führt.

 

Kurz hinter Kapstadt gibt es noch eben einen Tank und Kaffee Stopp - schockverliebt in ein Nilpferd, was mir jedoch leider ein bisschen zu teuer war. Schön aber ist es schon, oder?

 

 

Die Fahrt war super und die Gegend.... ja, sehr, sehr verlassen. Kilometerweit nichts, nichts nichts. Felder, dreieckige Heuballen, nichts und Windräder.

 

Ich mochte es und ich kann mir vorstellen, im Frühling ist die Strecke kunterbunt und mit Blumen übersät ....

 

 

An der Unterkunft, nicht weit vom Wasser entfernt, angekommen, wurden wir überraschend, erstmal tierisch süß begrüßt. Ich konnte es ja gar nicht glauben, aber ja, wir hatten einen belgischen Schäfer, wie ich ihn ja auch zu Hause habe und dazu noch einen Zwerg, bei der Rasse bin ich mir jedoch nicht so sicher. Beide unglaublich lieb und es war so, als gehörten sie immer schon zu uns. Mit uns ausgepackt und erstmal im Garten gemütlich gemacht 😍

 

 

Für uns ging es aber gleich mal Richtung Wasser. Das Wetter war herrlich, fast schon heiß, mal sehen, was der Strand und das Örtchen so zu bieten haben.

 

Der Strand war fast menschenleer. Ein paar Kinder die herumtobten. Das Wasser wie immer kurz vor dem Gefrierpunkt hahaha also nichts für mich, aber ja, man konnte es aushalten.... wenn der Müll nicht gewesen wäre... Tatsächlich war innerhalb von nur ein paar Metern, meine Tasche voll und ich hätte noch x Säcke mehr benötigt.... für mich ein dickes MINUS für diesen Strand.

 

 

Der Rest allerdings ist wirklich schön, verträumt und verschlafen. 

 

 

Es gibt ein paar wenige Restaurants, die leider alle geschlossen hatten, und so landeten wir in einer kleinen Bar, die wir glaube ich, ansonsten gar nicht entdeckt hätten. Ein kaltes Bierchen und vieeeel zu sehen 😂

 

 

Verlaufen kann man sich in dem Nest nicht wirklich. 😂

 

So liefen wir hinten rum nach Hause, waren noch etwas Souvenirs shoppen und entdeckten sogar noch eine Abkürzung, direkt zu uns in die Straße. Nur zu Fuß erreichbar, aber immerhin. 

 

 

An der Unterkunft wurden wir schon erwartet. Ja, die 2 Süßen haben tatsächlich auf unserer Terrasse "gewacht". Sieht fast so aus, als wäre es ziemlich anstrengend gewesen haha

 

 

Unterwegs kauften wir eben noch Brennholz an der Straße und versuchten uns am Grill, was gar nicht mal so schlecht lief und ja, wir hatten HUNGER!

 

Vor allem aber wollten wir fertig sein, bevor die Sonne untergeht, denn den Sonnenuntergang wollte wir natürlich auch am Strand genießen. 

 

 

Ja, ich weiß, der Tisch typisch DEUTSCH gedeckt hahaha Ich bin es eigentlich gar nicht mehr gewohnt, denn wenn wir hier braaien, sieht es doch etwas anders und viel entspannter aus. Aber ja, jeder mag es anders und ich war eben nicht allein unterwegs.

 

Lecker gegessen, ließen wir den Tag mit einem feurig schönen Sonnenuntergang und noch so ein, zwei Bierchen ausklingen.

 

 

Nicht wirklich optimal ist es, wenn ein Frühaufsteher und ein Nachtmensch zusammen reisen, auf längere Sicht, wird das wohl nach hinten los gehen haha

 

Aber so war es dann, dass meine Nacht eher noch sehr lang wurde, mir die Hunde Gesellschaft leisteten und ich den Schlaf dann morgens unterbrochen hatte.

 

Die Hunde warteten schon wieder vor der Tür, oder waren sie immer noch da? 

 

Es gab nen Kaffee zum wach werden und dann ging es auch schon wieder los. Diesmal die Hunde im Schlepptau, denn was wir auch anstellten, sie wollten nicht zu Hause bleiben. 

 

Sie waren super süß, so brav und anhänglich, folgten aufs Wort, so dass andere meinten, es wären unsere Hunde haha 

 

Wir waren überall und ich glaub, so ca. 6 Stunden unterwegs. Jaja, in dem kleinen Dörfchen 😂

 

 

Beim Essen saßen sie neben uns auf der Mauer oder unter unserem Tisch, als wäre es das normalste der Welt. So brav, dass andere Gäste meinten, wie gut die beiden erzogen sind. Ja ja, das waren sie wirklich! Doch wir hatten damit nichts zu tun 😂

 

 

Wir waren schon ganz schön unterwegs heute, doch es sollte noch nicht alles sein, denn wir wollten noch zum Leuchtturm, den es hier noch geben soll.

 

Zu Hause noch etwas getrunken, danach ins Auto Richtung Leuchtturm. 

 

Wäre sicher ganz einfach gewesen, wenn man gewusst hätte, wo der ist, oder vielleicht nachgesehen hätte haha aber wir wussten nur ungefähr wohin, denn gestern Abend hatten wir Ihn ja schon von weit, weit weg auf den Fotos.

 

Die Straße gefunden und mein Gedanke war nach 2 km nur, hoffentlich überlebt das mein Auto. Nicht nur, dass es längst nicht mehr geteert war, dazwischen mega Schlaglöcher, dass mir mein Bomber fast schon leid tat.

 

Die Krönung dann jedoch, der Leuchtturm war umzäunt und geschlossen! Ja, irgendwie nur nachmittags geöffnet. Wir also waren mehr als zu spät. Doch ganz ehrlich, eingezäunt gefällt es mir sowieso nicht.

 

Fuhren dann also mal weiter und auch wieder zurück und fingen den Sonnenuntergang unterwegs wieder ein. Letztendlich dann aber wieder dort, wo wir gestern Abend schon saßen.

 

 

Entspannte faule, tierisch schöne Tage in Paternoster gehen zu Ende.


Wir packen an Tag 3, früh morgens wieder ein und machen uns auf den Heimweg. Nicht allzu traurig, denn der Regen setzte ein und begleitete uns noch ein ganzes Stück auf dem Rückweg. 

 

 

Zusammengefasst finde ich Paternoster super schön. Ein tolles Ziel, um hier mal wieder raus zu kommen, abzuschalten und einfach das NICHTS zu genießen. Lecker Essen zu gehen oder den Braai selbst anzuschmeißen. Für mich bestimmt gerne immer wieder mal ein Wochenedstopp.

 

Auf der Rückfahrt hatten wir noch ein Frühstückchen an einer Raststätte. Genau ist es die, an der Abzweigung Richtung Yzerfontein ist. Ganz ehrlich, da solltet ihr mal Halt machen. Sehr unscheinbar von außen, doch abgesehen von dem großen Angebot an Essen und Dingen, die man zum Überleben braucht, haben sie nach hinten raus eine Art Park, in dem jemand seine kreative Ader auslebt.

 

Ich war mehr als überrascht und fand es als Abschluss an dieses Wochenende wirklich wunderschön. 

 


 

Das war es also schon wieder mit meinem Wochenendtrip und ja, Paternoster sollte man glaub ich mitnehmen, wenn man die Westküste entlang unterwegs ist. Ich mag es sehr und freu mich auf ein Wiedersehen!

 

Bis bald aus Irgendwo im Nirgendwo... ich bin gespannt, wo ich landen werde...

 

 

Deine Susie

 

PS: Schön, dass du da bist !


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