1. STOPP KOPENHAGEN - UND DAS CHAOS GEHT WEITER

Der 1. Stopp meiner Weltreise ohne Plan und Ziel führt mich also nach Kopenhagen - Dänemark, doch der Start verlief etwas anders, als geplant, das Chaos geht weiter.

 

Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll – erst ein Tag rum, so viel passiert und schon kurz nach dem Aufstehen, DAS wird NICHT mein Tag.

 

Angefangen hat es heute morgen, noch vor meiner Abreise, als ich das „Desaster“ mit meiner Blog Seite sah, alles weg! Weiter ging es damit, dass mein Timer nicht hoch zählt, weil sie am Tag davor, den Server gewechselt hatten und die Einstellungen änderten. Also hab ich das auch noch schnell geändert, dann verquatschte ich mich mit meiner Nachbarin, obwohl ich nur die Schlüssel abgeben wollte, weil ich ja noch so unendlich viel Zeit hatte, haha aber alles PILLEPALLE :)

 

Ich hatte mich ja doch schon am Abend vor meiner Abreise dazu entschlossen, doch nicht mit dem Auto oder dem Zug zum Flughafen zu fahren – jaja, ich konnte mich bis kurz vor knapp mal wieder nicht entscheiden, aber hab mich am Ende dann doch von meiner lieben Freundin fahren lassen – wieder einmal ein mega Dankeschön an dich, Petra. 80 km zu mir – und wieder zurück – dazu die Strecke zum Flughafen, aber ich konnte es ihr nicht wirklich ausreden. Tolles Wetter, Sonne pur, im Cabrio offen zum Flughafen, kann doch kaum besser sein. Als mich Petra dann fragte, welches Terminal ich müsste – hm, da ging es schon los. Auf den Dokumenten, die ich mit hatte, war nichts angegeben und ich hatte keine Ahnung :) Ganz ehrlich, ich parke seit Jahren am Flughafen, wenn ich verreise – habe einen kostenlosen Shuttle Service mit dabei, die sich vorab schon schlau machen, welches Terminal und auch Gate ich brauche... Toller Service !!! Heute ging ich dann einfach mal davon aus – Terminal 1 – ist ja ein EU Flug, Gate unbekannt. Wir hielten dann mal bei B, denn Transavia mit der ich heute fliegen sollte, kannte ich nicht und wusste auch nicht, ob diese tatsächlich schon an den Tafeln angeschlagen war... Ein ganz schneller, „Schmerz freier“ Abschied von Petra, denn die Tränen liefen ja schon wieder, noch ein letztes Winken durch die Scheibe und weg war sie. Ein 3. Mal haben wir uns heute verabschiedet, das reicht jetzt wirklich – nur der Heulerei wegen.

 

 

Okay, ich war also am Flughafen – check in suchen – auf D habe ich ihn dann gefunden – war klar – wobei es auch E hätte sein können haha

 


 

Reibungsloser check in – selten so schnell erlebt – ging es Richtung Zoll. Ich weiß ja, dass ich so einen Magneten an mir habe, überall und von JEDEM, egal wo, raus gezogen zu werden, also überraschte es mich nicht, dass es mich auch heute wieder einmal erwischte. Das komplette Programm. Schuhe aus – SOCKEN aus! Das war Premiere haha und dann mein Handgepäck. Verdächtiger Gegenstand im Daybag. Ein Anruf und schon waren 2 Zollkollegen mehr mit in der Runde haha Es gab noch schnell den Sprengstoff Streifen – der Test ging jedoch gut für mich aus und bei dem verdächtigen Gegenstand handelte es sich um nichts weiter, als um meine Powerbank. Dann folgte ein nettes Gespräch mit der Dame vom Zoll, wie groß denn die Powerbank ist, was die laden kann... ich sagte nur, vielleicht steht es drauf, ich kann es leider nicht lesen – hab die Brille nicht griffbereit. Am Ende dauerte das ganze Gezeter tatsächlich 15 Minuten und mein einziger Gedanke war, jetzt wird’s eng für mein bye bye Bier – das es ja seit Jahren vor jedem Flug gibt und ein festes Ritual ist.

 

Also nur noch ein schnelles bye bye Bier und dann lief auch schon das Boarding an. Hut ab! Extrem pünktlich und so hoben wir auch just in time ab.


 

Typisch für meine Flüge ist auch, entweder sitze ich am Flügel mit Fensterplatz oder aber am Gang und hätte den mega Ausblick – so auch heute ! Rechts von uns die unsagbar tolle Landschaft und links ein Sonnenuntergang, wie ich ihn selten im Flieger gesehen habe – Wasser, Inselchen, Wolken, Sonne, Farben - PERFEKT - und ich saß in der Mitte

 

Leider werden die Bilder nicht besonders, wenn man über 3 Leute oder die andere Seite fotografiert :)


 

In Kopenhagen mit leichter Verspätung angekommen – Gegenwind – setzte ich den ersten Fuß auf Kopenhagens Landebahn – ich liebe Flughäfen, wo man noch übers Startfeld laufen darf - viel zu selten hat man das noch. Da war auch schon klar – Kopenhagen mag ich.

 

Gefühlte Kilometer zur Gepäckausgabe, haben den Vorteil, dass die Gepäckstücke bereits auf dem Laufband liegen und schon auf dich warten :) ging also auch reibungslos. Alles bestens... noch

 

 

Ich zog mal noch schnell Geld am Automaten und da begann die reise ohne Plan und Ziel :)

 

2000 DKK dürften fürs erste mal reichen – hoffte ich, denn ich wusste bis dato noch nicht mal den Kurs haha aber am Ende habe ich jetzt für ein paar Tage knapp 300 Euro in der Tasche, die ich wohl auch loswerde, wie ich später feststellte...

 

Rucksack auf dem Rücken – Ticket für die Bahn geholt – was unglaublich easy ist, wenn ich das nur mal mit München vergleiche, und ab zum Zug... Am Gleis fragte ich dann vorsichtshalber doch mal nach, ob ich auch am richtigen stehe – weiß man bei mir ja nie :) aber ja, tatsächlich richtig – gut gemacht !

 

Ich musste zum Hauptbahnhof Kopenhagen – nur ein paar Stationen – 36 DKK – also ca. 5,5 Euro. Das Pärchen das ich vorab fragte, ob ich richtig bin, erinnerte mich dann nochmal so nebenbei, dass ich aussteigen muss – ich war gerade so schön am vor mich hin träumen.

 

Ausgestiegen – hoch gelaufen, in der Hoffnung, in die richtige Richtung – dachte ich fahr mal mit dem Taxi zum Hostel – der Grund – ich hatte tatsächlich keine Adresse mit. Ja, Miss Planlos hat zwar die Google Wegbeschreibung ausgedruckt, doch ohne Adresse – auch die Buchungsbestätigung – hm brauche ich doch nur die erste Seite... und bin mir sicher, auf der zweiten Seite wäre die Adresse gestanden :)

 

Okay Taxi – gute Idee – dachte ich – doch wieder einmal nur ich – denn die Taxifahrer – lieb und nett, wie sie waren, erklärten mir, dass es viel zu nah sei, um zu fahren. Ich müsste ja nur da vorne links , über den ganzen Platz, bis zu den Fahrrädern, die Treppe runter, über die Straße, dann links und 2x rechts... klar, merk ich mir... haha

 

Ich kam bis über die Straße – gut, fast

 

Erst hätte mich fast ein Radfahrer von links mitgenommen – oh muss ich mir merken – wird gefährlich in Kopenhagen und dann... dann habe den Randstein übersehen – der nicht wirklich hoch war, nene, doch wer wie Hansguckindieluft unterwegs ist und die tollen Gebäude bestaunt... WUUUUMMMM da flog ich – aber frage NICHT wie ! (gefühlte Erinnerung → Zeitlupe)

 

Den großen Rucksack am Rücken, den Kleinen vorne drauf.. dann ging es los. Susieguckindieluft blieb also am Randstein hängen und fiel nach vorne über– erst der kleine Rucksack dann sie und weil das nicht eh schon reichte, der große Rucksack über den Rücken, über den Kopf. Da lag ich also, auf den Knien, in den Riemen der Rucksäcke verhättert und ziemlich hilflos. Von allen Seiten kamen die Leute an haha die waren voller Panik.

 

So! Jetzt steh mal auf, wenn du den Daybag eigentlich über den großen Rucksack hast, der aber gerade über deinem Kopf Richtung Boden „raste“... Ja, probiere es ruhige aus ! NO CHANCE !! Also hob man mir den großen zurück auf den Rücken, hievte mich hoch, sammelte mir so das ein oder andere auf, was mir aus den Taschen fiel und fragte gute 20 mal, ob auch tatsächlich alles in Ordnung wäre :) Klar alles gut (nur keine Schmerzen anmerken lassen) haha die Hose ist hinüber – MEINE LIEBLINGS HOSE so ganz nebenbei erwähnt !!! Die Handflächen brennen, das rechte Knie ist offen, und ich hoffte nur, dass das Blut nicht durchdringen würde – die hätten am Ende noch den Notarzt gerufen – die waren unglaublich lieb !!

 

Aber gut, ich versicherte der Menschentraube um mich herum, dass es mir gut geht und bedankte mich recht herzlich. Wie fast zu erwarten, habe ich in der Zeit den restlichen Weg vergessen und beschloss erst mal was trinken zu gehen und dort nach dem Weg zu fragen. Steuerte also das nächste Pub an – bestellte und schon war es wieder gut. Ein unglaublich süßes Pub hab ich hier erwischt – schnuckelig eingerichtet – eine ganz, ganz liebe Wirtin – ich glaube ja schon, hier sind alle lieb und nett! Bier getrunken, richtig nett geplaudert – beschlossen, dass ich am Wochenende vielleicht wieder komme – da gibt’s live Musik und dann zog ich wieder weiter – nachdem mir die liebe Wirtin den Rest des Weges nochmal erklärte, den Teil, den ich mit meinem Randsteinflug vergessen hatte... war ja nur noch 2 x rechts.

 

Wow und schon war ich da... mit nur leichter Verspätung.

 

Mit dem ersten Fuß im Hostel, dachte ich mir schon, okay das ist mal ein Hostel anderer Art. Ein Stil, wie von mir entworfen – genau meins.

 

Beim zweiten Schritt kam schon eine Mitarbeiterin auf mich zu – ich ging davon aus, sie fragte mich ganz freundlich, ob sie mir helfen kann ( es war auf dänisch ) und ich meinte ja gern, ich bin Susie und würde gerne einchecken – allerdings dann doch auf englisch und ich hatte wohl richtig geraten.

 

 

Zimmer 318 im 3. Stock, ich fuhr also hoch. Stand vor der Glastür und wunderte mich, warum mein Zahlencode nicht funktionieren wollte... hm bemerkte dann aber doch, ich stand im 2. Stock ;)


Also wieder rein in den Lift, hoch in die 3. Etage und man möchte es nicht glauben, Sesam öffnete sich. Das Zimmer liegt gut, diesmal verlaufe ich mich wohl nicht (hatte ja schon die ein oder anderen Erfahrungen mit Verlaufen in diversen Hostels)

 

10er Belegung, gemischt, 5 Stockbetten nagelneues, tolles Bad mit Dusche perfekt! Glücklicherweise hatte ich ein unteres Bett erwischt, mit meinem Knie wäre ich wohl nicht mal hochgekommen haha

 

Das Bett direkt am Fenster, mit Blick auf die wunderschönen Altbauten gegenüber, den Spind gleich neben dran, Steckdosen und Leselampe am Bett – Ja, was will man mehr? Ich war glücklich, glücklich, endlich angekommen zu sein und wieder einmal wurde mir bewusst, alles richtig gemacht zu haben.

 

 

Ich verarztete noch schnell mein Knie, das Gott sei Dank nicht ganz soooo schlimm aussah, wie ich es befürchtete, bemerkte allerdings, dass es auch meinen Zeh erwischte, der mittlerweile fast noch mehr schmerzte, egal! Ging dann doch mal nach unten in den Hinterhof Garten, der auch wirklich ganz süß und wieder mal in meinem Stiel ausgestattet ist. Ich fühle mich wohl hier!

 

Tolles Publikum, durch die Bank gemischt, sehr viele junge Leute, wie fast überall, aber überraschender Weise auch sehr viele, schon im Rentenalter, Geschäftsleute (zumindest sehen sie so aus) und auch Familien mit Kindern laufen hier durch die Gänge. SCHÖN!

 

Es gab noch ein Bier für gerade mal 7 Euro, ein paar Small Talks, aber sehr nette, ein bisschen Internet und Punkt 22°° Uhr, schmissen sie uns sehr lieb, aber auch sehr konsequent, aus dem Hinterhof und baten uns, nach drin umzuziehen.

 

 

Gesagt getan, trank dann auch nur noch gemütlich aus und lag kurz nach 23°° Uhr, erschöpft, mit ein bisschen Schmerzen, aber glücklich in meinem Bett.

 

Gute Nacht aus Kopenhagen, das war Tag 1 meiner ganz persönlichen Welteroberung, meiner Weltreise ohne Plan und Ziel und ich bin sehr, sehr gespannt, was ich die nächsten Tage in Kopenhagen und Umgebung erleben darf.

 

Bis bald, bleib dran, reise mit

 

Deine Susie

 

PS: Schön, dass du da bist



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