SEATTLE --> SAN FRANCISCO – EINE REISE MIT HINDERNISSEN

Ein letztes Mal - GUTEN MORGEN SEATTLE !

Geduscht, gefrühstückt und fertig zur Abreise – die Zeit mal wieder nicht im Blick und somit war ich „etwas“ spät dran. Zu spät jedenfalls, zur 3rd Ave zu laufen und pünktlich mit dem Bus zum Greyhound Terminal zu kommen.

 

Also rief ich mir mal wieder ein Taxi. Muss mein Glückstag sein, erst trödle ich morgens so lange herum, um den Zeitplan zu crashen und dann treffe ich auf einen Taxifahrer, der an einer Bushaltestelle anhält und mir erklären möchte, das sei der Greyhound Terminal. ICH habe ihm dann erklärt, wohin er zu fahren hat, um mich TATSÄCHLICH am richtigen Terminal abzusetzen und er entschuldigte sich damit, dass es sein erster Tag ist. WOW das geht doch schon gut los :)

 

 

Rechtzeitig am Terminal – Taschenkontrolle und schon geht es rein in den Bus. Voll – VOLL !!! Zum ersten Mal auf meinen Greyhound Reisen, dass ich einen vollen Bus habe – hoffe, das wird mit der Zeit leerer.

 

Hab ein bisschen Photos bearbeitet und etwas vor mich hin gedöst. In Gedanken war ich schon in SF und ich war so gespannt darauf, diese Stadt, nach 9 Jahren wieder zu besuchen.

 

Die Fahrt war wunderbar - eine unglaublich schöne Landschaft. X Stopps und STUNDEN Später...

 

Kurz vor Portland – auch eine Stadt, die ich mir mal näher ansehen möchte – ein anderes mal :)

Hier gab es Bus und Fahrerwechsel und fast hätte man mich verloren haha

 

Ich hatte ja nur zwei Tickets – Seattle → Sacramento und Sacramento → San Francisco.

 

Dass ich ein RE-Ticket bekomme um in Portland wieder einzusteigen, hatte man vergessen, mir zu sagen. Bisschen hin und her, aber ich bin ja Meister im mich durchfragen und so stand ich vor allen anderen am Bus nach Sacramento und mit einem Sonnenschein Lächeln, quatschte ich den Busfahrer an, um zu fragen, wie es denn jetzt weiter geht. Ich bekam ein Zahnpasta Lächeln zurück und er war so lieb, alles weitere für mich zu klären :)

 

Vorteil dieser Aktion war, dass ich mich nicht wieder anstellen musste, auch nicht wieder erst durch die Taschenkontrolle musste, sondern sofort in den leeren Bus einsteigen konnte :)

 

Klar, wohin ich mich setzte oder? Ich sicherte mir wieder für die LOGE – die letzte Reihe, 2 Sitze für mich und der 3. war ein Polster – ja, bequemer geht es doch kaum.

 

Blieb nur die Hoffnung, dass der Bus nicht voll wird, Richtung Sacramento und ich hatte Glück.

 

Die Nachtfahrt war also gesichert – gegen 1 Uhr sollten wir in Sacramento sein – sagt mein Busticket.

 

Zum ersten Mal, hatten wir einen Fahrer, der tatsächlich fragte ob es uns zu warm oder kalt ist. KEY hieß er, eigentlich sein Nachnahme, wie er uns erzählte, doch all seine Freunde nennen ihn so – also auch für uns KEY. Sollten wir unterwegs irgendwelche Probleme haben, Fragen oder etwas dergleichen, sollten wir uns BITTE BITTE und nochmals BITTE BITTE NICHT an ihn wenden haha all das hätte Zeit bis zum nächsten Stopp.

 

Sollte er mitbekommen, dass geraucht wird – in welcher Form auch immer oder er Drogen riecht, bleibt er auf der Stelle stehen und es ist ihm auch egal, wo wir gerade sind. Die Fahrt wäre für ihn sofort beendet.

 

Mich amüsierte es, auch wie er es sagte – herzlich aber dennoch sehr bestimmt und deutlich. Traurig jedoch, dass er es ansprechen muss – doch anscheinend ist es notwendig.

 

Für mich wurde es kuschelig und ich legte mich hin um zu schlafen. Dachte, wenn ich jetzt schlafe, kann ich auf meinem 6 Std. Aufenthalt in Sacramento, ein bisschen schreiben.

 

Ich bekam noch so ein paar kleine Stopps mit, bei denen ich auch immer grinsen musste. Er meldete es jedes Mal an, bevor er das Licht anmachte.

 

3 sanfte Klopfer auf das Mikrofon – kurze Pause – dann mit leiser, flüsternder Stimme – Hey Leute ich mache gleich dass Licht an – Achtung – 3 2 1 haha der war so goldig.

 

Dann wartete er wieder etwas, bis das aaaaa äääääää und mmm vorbei war und erzählte uns, wo wir sind, wie lange und wann es wieder weiter geht.

 

Ich weiß nicht, wie viele Stopps ich noch mitbekommen habe, stieg auch nicht überall aus und irgendwann war ich dann komplett weg, im Land der Träume.

 

Wach wurde ich gegen 5 Uhr morgens und musste tatsächlich 2x auf die Uhr gucken. FÜNF !!!! Ich sollte eigentlich um 1 in Sacramento sein, 6 Stunden Aufenthalt und umsteigen nach SF.

 

Was auch immer passiert ist, wir standen gerade mal in Redding, was noch ca 2,5 Bus Stunden von Sacramento entfernt ist. Eigentlich sollte unser Fahrer längst ausgetauscht sein, doch sie hatten keinen Ersatz parat, der die Tour übernahm haha KEY fuhr also so lange er durfte und das war bis kurz vor 5 in Redding. Geschlagene 1,5 Stunden wartete wir hier auf den neuen Fahrer, der uns nach Sacramento bringt. Soviel zu meinem Anschluss Bus, der um 7 abfährt....

 

Wir hatten eine Fahrerin. Hab sie nicht gesehen nur gehört – sie stellen sich ja immer alle ganz lieb vor – und ich habe gemerkt, sie gibt Gas :) nur mir half das auch nichts mehr. Ich hätte in 30 Minuten in Sacramento sein müssen, um meinen Bus zu erreichen.

 

8:15 waren wir dann da – mit gerechnet? Gegen halb 7 los – 2,5 Std. Fahrt – normalerweise... sag doch – Speedy

 

Beim Aussteigen wollte ich sie dann fragen, wie das jetzt mit meinem Ticket läuft... Gott war die Frau hübsch. Eine schwarze, zierliche Frau mit Sommersprossen und Augen, wie ich sie noch nie gesehen habe haha ich war hin und weg, hab ihr erst mal gesagt, wie hübsch sie aussieht und sie dann gefragt, ob sie tatsächlich die Busfahrerin ist hahah, diese Person kann man sich überall vorstellen, aber nicht hinterm Steuer eines Busses. Sie könnte man glatt mit KEY, unserem vorherigen Busfahrer verkuppeln – was gäbe das für ein tolles Paar ab. KEY war so der SAM, wie er in meiner Wohnung steht. Wenn du dich jetzt fragst, wer ist SAM haha ich hab eine Schaufensterpuppe in einem Flur stehen – er heißt SAM. ;)

 

 

 

Aber mal weiter zu meiner „leichten“ Verspätung.

 

 

 

War alles kein Problem. Mein Ticket wurde umgeschrieben auf den nächsten Bus nach SF und schon 30 Minuten später, ging die Reise weiter. Noch 3 Stunden und ich bin DA !!!

 

Eine tolle Landschaft zwischen Sacramento und Oakland, unserem nächsten Stopp, die ich beim nächsten Trip nach Amerika sicher selbst fahren werde um anzuhalten wo ich will – brauche dann halt ein paar Wochen länger, aber das wäre wunderbar.

 

Oakland sprang mich regelrecht an mit Streetart – UNGLAUBLICH – so viel auf einmal – so viel gutes und das schon nur aus dem Bus raus.

 

Ich war mal wieder mit Steve, dem Fahrer am quatschen und meinte, das wäre auf jeden Fall eine Tagestour wert, von SF hier rüber, ist ja nur eine Stunde entfernt. Allerdings holte er mich schnell wieder auf den Boden zurück, nachdem er meinte – diese Gegend hier wäre alles andere als sicher und alleine sollte ich diesen Trip nicht wirklich unternehmen. Schade!

 

 

Dann ging es auf die Brücke – die Bay Bridge – und vor mir lag

 

 

MEINE STADT

 

SAN FRANCISCO

 

LEIDER KEIN BESSERES BILD ERGATTERT - SORRY

 

Ich kann dir das Gefühl nicht beschreiben, was ich, bei dem Anblick auf diese Stadt, empfand, aber ich freute mich so unglaublich, dass ich glatt hätte weinen können. Wären dann wohl wieder Glückstränen gewesen.

 

Ich strandete also mit einer leichten Verspätung, von nur ein paar Stunden am Greyhound Terminal in San Francisco. Schmiss meine Rucksäcke auf und lief los Richtung Market Street. Die Busstation hab ich erst gar nicht registriert und auch nicht, dass ich mal mit knapp 25 kg in beiden Rucksäcken, durch die Stadt lief haha ich war hin und weg. X Blogs weiter und bereits am Pier angekommen, wurde es mir dann allerdings bewusst. Es wurde schwer und es war warm, denn wieder einmal lachte die Sonne bei 25 Grad. Ich rief ein Taxi und fuhr zum Hostel. Ganz ein lieber wieder, der mir bis zum Schluss, die Stadt erklärte. Ich ließ ihn reden und nebenbei die Stadt ein zweites Mal auf mich wirken.

 

Ich war mir nicht sicher, wie ich diese Stadt bei einem 2. Besuch aufnehme und buchte vorsichtshalber nur mal 2 Nächte – sicher ist sicher :) doch schon beim einchecken verlängerte ich auf 5, denn eins war klar, diese Stadt wird mich nie loslassen.

 

Mein Zimmer konnte ich noch nicht beziehen. Check in ab 3 – also schmiss ich mein Gepäck in den Gepäckraum, zog gleich mal los und hab es einfach nur genossen, endlich angekommen zu sein.

 

 

WILLKOMMEN IN SAN FRANCISCO

 

MEINE ABSOLUTE LIEBLINGSSTADT

 

DIE SEHR SCHWER ZU TOPPEN IST

 

 

Ja, das war wieder einmal eine Fahrt mit dem Greyhound Bus. Eine Fahrt, die anders verlief als geplant und gedacht, ich jedoch extrem ausgeschlafen war, nachdem ich die ganze Nacht, die Loge hatte :) und ich noch einmal muss ich sagen, jederzeit wieder eine Tour mit dem Greyhound Bus.

 

Wie ich San Francisco ein zweites Mal erlebe und wohin es mich führt, gibt es in einem neuen Blog – oder 2 :)

 

Bleib dran und sei gespannt

 

 

Deine Susie

 

PS: Schön, dass du da bist


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