SUSIEREIST IM LINKSVERKEHR - KURZ VORM HERZINFARKT NACH 50 METER

Ich fahre sehr gerne Auto und ich glaube, auch sehr sicher, doch irgendetwas hat mich all die Jahre davon abgehalten, mich in den Linksverkehr zu wagen. Jetzt aber ist es soweit, um Tasmanien zu sehen – was ich ja schon immer wollte – muss ich über meinen Schatten springen. Geht das gut?

Natürlich habe ich nichts vorab gebucht – wusste ja nicht, ob mich der Mut nicht doch wieder verlassen wird, also machte ich mich nach einer kurzen online Recherche, was mich der Spaß denn ungefähr kosten würde, auf den Weg zur nächsten Autovermietung – wie praktisch, gleich die Straße runter ist die, die mir auch im Internet mit dem günstigsten Preis genannt wurde....

 

WOLLEN WIR DOCH MAL DIE FREUNDLICHKEIT UND HILFSBEREITSCHAFT DER TASMANIER AN TESTEN

 

Mutig und voll entschlossen betrat ich also am Dienstag die Autovermietung. Wurde freundlich begrüßt und erklärte erst mal kurz, in vier Sätzen, um was es sich dreht.

 

-  Ich möchte gerne ein Auto mieten

 

- Habe keinen Plan vom Linksverkehr und bin natürlich auch noch nicht selbst gefahren

 

-  Fuhr noch nie ein Automatik Auto

 

-  Ist es möglich, eine Testfahrt zu machen?

 

 

Als ich das ausgesprochen hatte, dachte ich mir nur, OH GOTT, das muss wohl so ziemlich das SCHLIMMSTE sein, was man in einer Autovermietung hören konnte und wahrscheinlich hatte er in diesem Moment sein Auto bereits abgeschrieben.😁

 

Doch ich wollte ja nicht wirklich für X Tage ein Auto mieten, wenn ich mich gar nicht einfinden kann.

 

 

Tatsächlich überrascht - es folgte wieder ein Grinsen

 

Es ist alles halb so wild und eine Testfahrt können wir sehr gerne machen, allerdings gibt es ein anderes Problem.... er hat gar kein Auto für mich – ausgebucht....

 

 

WAS?

 

 

Kann nicht sein oder, da finde ich mal den MUT um mir ein Auto zu mieten und dann DAS. Ich glaube, meine Enttäuschung war mir anzusehen, denn er meinte – gib mir einen Moment, ich checke kurz die Zweigstelle, vielleicht kann ich etwas tauschen. Knapp 15 Minuten und ein paar Telefonate später, hatte ich mein Auto gemietet – VOLLKASKO versteht sich - doch leider nur für 6 Tage, aber immerhin !!!

 

Ich war glücklich und ja – nervös ! Denn jetzt wurde es ERNST 😁

 

Ich ließ den netten Herrn der Autovermietung die erste Runde drehen, nebenbei erklärte er mir in aller Ruhe das Auto und auch die Automatik – hatte ja auch keinen Plan davon - SUSIEPLANLOS eben! Ich denke, am steilsten Berg, hier in Hobart, blieb er stehen und ich sollte hinters Steuer. Vielen Dank, dass ich gleich mal am Berg anfahren darf.

 

Überraschend gut kam ich vom Fleck – Automatik eben! Da ist ja nicht wirklich was zu tun. Ich fuhr ca. 10 Minuten etwas um die Häuser und fragte mich jetzt schon, warum ich so DOOF war und mir einredete, dass ich das nicht hinbekommen würde. Wobei ich dazu sagen muss, es ist nicht der Verkehr, der mich die Jahre über abschreckte, es ist das Auto an sich.

 

Lief also alles prima, meinte er. Ich stellte das Auto ab und verabschiedete mich, denn der Wagen ist erst ab Mittwoch 4 Uhr verfügbar – traurig – einen ganzen Tag warten.

 

 

MITTWOCH NACHMITTAG

 

Jetzt kann es losgehen – auf in Tasmaniens Straßenverkehr.

 

Ich war pünktlich im Office, bezahlte, bekam mit einem GOOD LUCK, die Schlüssel in die Hand und schon war ich unterwegs.

 

Ich dachte, ich drehe gleich mal eine Runde, um mich ein zu gewöhnen, bevor es morgen in die erste Tagestour gehen sollte.... DACHTE ICH

 

 

KURZ VORM HERZINFARKT NACH 50 METER

 

Ich fuhr an der Autovermietung los – ohne Probleme – und dann …...... dann dachte ich, ich schalte mal in den nächsten Gang und trat die „Kupplung“.

 

WRUUUUUUUMS – ICH STAND

 

Ich sag dir, ich war kurz vorm Herzinfarkt und nicht nur, weil ich eine Vollbremsung hinlegte mit der ich absolut nicht rechnete, NEIN, weil hinter mir Autos waren und der Nächste, keine 5 cm hinter mir zum stehen kam. Ich konnte in sehen – er tobte im Auto – wahrscheinlich hat er mich alles geheißen und die Hupe war auch nicht zu überhören. SORRY MAN !

 

Das war es dann, ich „fuhr“ direkt auf den Parkplatz hinter dem Hotel, (der ja nur noch 150 Meter weiter war) parkte, stieg aus und war mir ziemlich sicher, dass ich das Auto für heute erst mal dort stehen lasse.....

 

Verbrachte den Abend in der Bar – guckte Kricket und überlegte... fahr ich noch hoch zum Mount Wellington? Der Aussichtspunkt über Hobart – ist ja nicht weit.

 

Gegen 23 Uhr machte ich mich dann tatsächlich noch auf den Weg. Alles nur, weil ich hörte, hier kann man, wenn man Glück hat, LICHTER sehen – keine Nordlichter, aber Südlichter.

 

Mit im Gepäck, Matt, ein Australier aus Melbourne, der hier im Hotel arbeitet. Für den Notfall dachte ich, sollte ich nochmals „kuppeln“, würde ich das Auto auf der Stelle stehen lassen.

 

 

AUF NACH WELLINGTON

 

Ich brauche kein Navi, denn Matt weiß den Weg – KINDER! Glaubt niemals australischen Männern 😁 – wir bogen links ab und schon war ich auf der Autobahn, Richtung Irgendwo – komplett falsch... Es dauerte, bis wir wieder zurück in der Stadt waren und die richtige Straße zum Aussichtspunkt hatten.

 

Die Fahrt hoch in die Berge, ähnlich wie bei uns, eng, schmal und sehr kurvig. Verkehr war nicht wirklich, es war auch schon gegen Mitternacht, allerdings waren mit mir auch noch so einige Wallabys und tasmanische Opossums unterwegs. Meine Güte, sind die putzig?! Ich hatte noch nie auch nur eins der Tierchen LIVE gesehen und zu schade, dass ich sie nicht fotografieren konnte...

 

Die Fahrt war tatsächlich problemlos und auch Matt sagte – gut gefahren – er hatte gar nicht so viel Angst. 😁 Zurück gegen halb 2 Uhr nachts – keine Lichter gesehen, aber dafür 2° kalt und stürmisch, mit einem unglaublichen Ausblick auf die Stadt. Einem roten Mond, wie ich ihn selten gesehen habe und ein unvergessliches Lichtermeer auf Hobart. Ich war froh, mich doch nochmal ins Auto gesetzt zu haben und morgen, ohne schlechtes Gefühl, starten zu können. Danke auch an Matt, für den Tritt...

 

 

EIGENTLICH IST ES GANZ LEICHT, WENN MAN DEN LINKEN FUSS EINFACH MAL KOMPLETT VERGISST.

 

Ich bekam so ein paar Tipps und Stefanie K., es ist gar nicht so dumm..... 😁

 

Die nächsten Tage bin ich dann also mit dem Auto auf Tasmaniens Straßen unterwegs und werde es unheimlich genießen, da bin ich mir sicher -  oder?

 

Mehr dazu in den nächsten Blog News

 

Bleib dran und sei gespannt – ich war es so was von 😎

 

 

Deine Susie

 

PS: Schön, dass du da bist


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