"NACHTS" IM MUSEUM - MONA, DAS HIGHLIGHT AN MEINEM LETZTEN TAG IN TASMANIEN

Mein letzter Tag in Tasmanien, heute Abend verlasse ich das Land und ziehe weiter nach Neuseeland, doch bevor es soweit ist, verbringe ich noch einen wunderschönen Tag in einem der besten Museen, das ich jemals besuchte.  MONA, das Museum anderer Art.

 

Ich habe mich heute kurzerhand dazu entschlossen, ins Museum zu gehen, ja richtig, INS MUSEUM. 😁 Mein letzter Tag hier, auf dieser wunderschönen Insel, doch das Wetter war nicht wirklich beständig, Regen schon beim Aufstehen, so kam mir die Idee sehr gelegen und ich sollte es nicht bereuen.

 

Entspannt machte ich mich gegen 10 Uhr morgens auf den Weg. Das Museum kannst du vom Hafen aus mit der Fähre erreichen, die direkt am MONA Gelände anlegt, oder eben mit dem Auto, so wie ich heute. Die Fahrt war nicht so lange, ca. 20 Minuten durch den morgendlichen Verkehr Hobarts und schon war ich auf der Auffahrt zum MONA Museum, auf der kleinen Halbinsel Berriedale. Was für eine Auffahrt!

 

Das MONA - Museum of Old and New Art auf der Halbinsel Berriedale mit eigenem Weingebiet, einer Brauerei und Lokalen auf dem Gelände, ist das größte privat finanzierte Museum Australiens. Das Museum zeigt mehr als 400 Kunstwerke aus David Walshs privater Sammlung und ich muss zugeben, ich war schon im Garten des Geländes begeistert.

 

Ein traumhafter Ausblick und im Garten fielen mir als erstes die "Wigwams"  ins Auge. Im Inneren gab es ein ganz Lichtspiel mit sanfter Tonbandstimme, die dir eine Geschichte erzählt. Hineinsetzen und entspannen.

 

 

Auch der Rest der Anlage war nicht von schlechten Eltern und ich kann mir gut vorstellen, wie es hier ist, wenn im Sommer die Konzerte stattfinden. Bestimmt auch ein tolles Erlebnis.

 

 

Und auch auf der anderen Seite - DER Ausblick auf Hobart und auch im Hintergrund Mount Wellington.

 

 

Dann aber kam schon das erste SCHMUCKSTÜCK, von dem ich nicht mehr ablassen konnte. Ein Sattelzug mit Betonmischer - ich war HIN und WEG, was für eine TOLLE Arbeit.

 

 

Schau dir mal diese Arbeit im Detail an - unglaublich schön !

 

 

Nachdem ich glaube schon 1,5 Stunden für den Rundgang hier im Außenbereich brauchte - wobei ich zugeben muss, an dem Truck habe ich mich wirklich fest gefressen, der hat mich lange nicht mehr losgelassen, machte ich mich dann aber doch auf den Weg ins Innere des Museums, das ich Anfangs nicht mal gesehen hatte.

 

Das MONA geht über 3 Etagen, 2 davon unterirdisch, ohne Fenster und nur über eine Wendeltreppe oder den mittigen Lift zu erreichen. Ich war gespannt!

 

 

Hinunter mit dem Lift und schon beim Aussteigen hatte ich meinen ersten WOW Moment. Mauern - Naturmauern, wir sind ja mitten in den Klippen dieser Insel. Unglaublich toll!

 

 

Der Blick auf die Bar aus der mittleren Etage - ja, es ist hoch!

 

 

Der ganze untere Bereich war ziemlich düster. Nur die Ausstellungsstücke wurden beleuchtet, der Rest war eher ein Lichtspiel - mal mehr, mal weniger und vermittelte schon den Eindruck, als wäre man nachts im Museum. Ein Gefühl, das ich vorher noch nicht kannte.

 

Teilweise liefen mir Schauer über den Rücken, ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, ich kann es nicht beschreiben doch es war unheimlich gut!

 

SO HOCH, ich war überwältigt.

 

Man konnte sich am Eingang ein Headset leihen, das dir alle Ausstellungsstücke und die Geschichte dazu erklärt, doch ich wollte mich nicht auf irgendetwas konzentrieren müssen, sondern nur berieseln lassen und mir meine eigenen Eindrücke machen. Ich schlenderte also mal los....

 

 

Es gab ein Wasserspiel. Alle paar Sekunden schießt das Wasser nach unten mit einem Schriftzug. Frage bitte nicht, wie viele Fotos ich benötigte, um zumindest EINS zu bekommen, das man einigermaßen lesen konnte. 😁 Aber schau dir doch auch die Mauern an - Ich, der Steine Fan - wunderbar!

 

 

Kannst du es lesen? 😎

 

Ich führe dich jetzt weiter durch sämtliche Räume. Die Bildqualität ist nicht so berauschend, doch es war teilweise wirklich finster und Blitz war nicht erlaubt. Das macht meine kleine Lumix leider nicht mit. 

 

 

Teilweise gab es wirklich ekelige oder sogar makabere Dinge, was durch das Lichtspiel in den Räumen eher noch verstärkt wurde.

 

 

Man konnte Künstlern zusehen, wie sie neue Bilder malten oder sich sogar selbst ausprobieren, mit Anleitung zum eigenen Bild.

 

 

Es gab ein Tattoo-Model, der den Ganzen Tag hier auf dem Sockel saß, ohne jede Bewegung.

 

 

Und ich muss zugeben, beim nächsten Stück war ich mir nicht ganz sicher, ob er echt ist oder nicht. Es war mal wieder sehr dunkel, nur der Kopf war beleuchtet, mir war nicht wirklich wohl dabei haha machte nur schnell ein Bild und beobachtete ihn dann aus sicherer Entfernung. Wahrscheinlich wäre ich in Schockstarre verfallen, hätte er sich bewegt. 😁

 

 

Schon irgendwie unheimlich, oder?

 

Tolle Gemälde, bunte Räume oder auch welche mit Tapeten an der Wand, wo einem eher nur schwindlig wird. Den Marsupilami Raum habe ich erst gar nicht betreten, da hat mir schon der Anblick gereicht. 😁

 

 

Die Afrika Ecke war wunderschön

 

 

Und auch der Comic-Raum war richtig gut gemacht. Alle Comics in die Tischplatten eingearbeitet, was ich mit Sicherheit im Kopf behalten werde, sollte ich mal wieder Möbel bauen. 😎

 

 

Dann gab es noch einen Ferrari anderer Art - der FAT FERRARI 😎 den ich mir zu gerne auch näher angesehen hätte, doch anfassen ist hier generell verboten - leider.

 

Um Fragen vor zu greifen - JA es ist ein ECHTER Ferrari, kein Modell Auto. 😎

 

 

Es gab einen weiteren, ziemlich bunten Raum, der nur aus Kartongen gebaut war. Schuhe aus und hinein. Mit meinen Socken hätte ich aber doch besser in den GELB getupften Raum gepasst haha

 

 

Zwischendurch gab es wieder richtig ekeliges, lustiges oder etwas, wo ich nicht wirklich weiß, was es darstellen soll - ja ich sterbe dumm, weil ich mir kein Headset geholt habe *schnief*

 

 

Ganz toll fand ich auch den Klangraum, der auf Bewegungen reagiert und richtig schöne Musik macht - bewegt man sich gut 😎

 

 

Im Untergeschoss gab es noch 3 separate Räume, für die man ein extra Ticket benötigt, was kostenlos ist, aber man darf sich anstellen, da nur eine bestimmte Anzahl an Personen rein darf. Im übrigen sind diese auch nicht ganz JUGENDFREI.

 

 

Und dann gibt es noch diesen Raum. Vielleicht erinnerst du dich noch, ich hab damals schon ein Bild davon gepostet, doch keiner wusste, was es wirklich ist.

 

Ja, tatsächlich sind es Vaginas. Ein dunkler Raum und an den Wänden unzählige, gegossene Vaginas.  (nein, doch keine Chips) 😁

 

 

Das war nun ein Teil des unglaublich tollen Ausstellungsbereich, aber auch der Barbereich und die Toiletten können sich hier sehen lassen. Der Barbereich spricht für sich und auch die Toiletten, die am Fußboten Videos abspielen und und und - Hightech pur! Auch nicht vergessen sollte man das Kino im Untergeschoss, das ebenfalls kostenlos ist.

 

 

Ich habe mich stundenlang in diesem Museum aufgehalten, teilweise 2 und mehr Runden gedreht. Die Stimmung und Atmosphäre hier ist einmalig und so unglaublich inspirierend, dass ich danach gerne Pinsel, Farbe und eine Leinwand zur Hand gehabt hätte. 😁 Allerdings befürchte ich, für Menschen, die dunkle Räume nicht mögen oder nicht ertragen können, ist das hier nichts. Auch ich hatte so den ein oder anderen Gänsehaut Moment und kalten Schauer über den Rücken laufen, doch mehr im positiven Sinne. Ich war einfach mehr als begeistert und extrem angetan von dieser außergewöhnlichen Art, ein Museum zu gestalten.

 

Nach Stunden machte ich mich wieder auf den Weg nach oben und sah mal wieder Tageslicht. WOW auch das tat gut. 😁

 

Im Obergeschoss gibt es noch ein kleines Cafè mit vielen Leckereien, einen Souvenier Shop mit lebensnotwendigen Dingen und die Schließfächer, in denen man auch kostenlos die Taschen verstauen kann.

 

 

Ich trank draußen noch was kaltes, amüsierte mich mit dem Gockel - dem ersten, den ich seit Monaten gesehen hatte und der mit Abstand der DICKSTE Gockel war, den ich überhaupt gesehen hatte 😁 und wanderte dann über den Außenbereich, vorbei am Lokal über das Weingebiet zurück zum Auto.

 

 

Ich sage DANKE an einen wundervollen Tag im Museum, der mich wirklich von der 1. Minute an begeistere und das ich wirklich jedem ans Herz legen möchte, der sich mal nach Hobart auf Tasmanien verirrt. Du wirst es nicht bereuen, es ist WUNDERBAR!

 

 

Jetzt heißt es zurück ins Hotel, den Rest meiner Sachen packen und am Abend geht es weiter nach Neuseeland. Ein Trip, der alles schlägt, was ich bis dato auf meinen Weiterreisen erlebt hatte. 😁

 

Mehr dazu gibt es in einem weiteren Blog.

 

Bleib dran und sei gespannt

 

 

Deine Susie

 

 

 

PS: Schön, dass du da bist


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Kommentare: 2
  • #1

    Anni (Montag, 10 April 2017 18:49)

    Hallo Susie, dieses Museum sieht wirklich interessant aus und kommt ganz klar auf meine Liste für meinen Tasmanien Besuch - ja ich habe eine Liste, weil ich nicht so ganz frei reisen kann wie Du #leider

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und natürlich auch dem Rest. Ich lese sehr gerne mit

    Viele Grüße
    Anni

  • #2

    susie - anni (Donnerstag, 13 April 2017 10:34)

    Hallo Anni,

    wann bist du denn auf Tasmanien? Bin ja jetzt schon neidisch :)
    Ich wünsche dir ne traumhaft schöne Reise und nimm dir Zeit - soviel zu hast - die Insel ist es definitiv wert !!!

    Alles Liebe
    Susie